Die mediterrane Kost: weniger Herzkrankheiten, längere Lebenserwartung – durch Oliven?

8. September 2011
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In einer Studie, aus den fünfziger Jahren, konnte eine erstaunlich niedrige Rate an Herzkrankheiten und bestimmter Arten von Krebs bei den Bewohnern der griechischen Insel Kreta  festgestellt werden und dies trotz ihrer fettreichen Ernährungsweise. Durchschnittlich lebten sie auch länger.
Während  der sechziger Jahre gab es weitergehende wissenschaftliche Beobachtungen hinsichtlich der  traditionellen griechischen und süditalienischen Kost. Man stellte fest, dass Menschen, die sich in diesen Ländern traditionell ernährten, auch gesünder waren.
Warum?
Die “Mittelmeerkost” ist gekennzeichnet durch einen hohen Anteil  an Früchten, Gemüse, Vollkorngetreide, Nüssen und Hülsenfrüchten. Fisch und Geflügel werden in kleineren Mengen verzehrt. Rotes Fleisch wird kaum gegessen. Die Hauptquelle von Fett, der mediterranen Küche ist Olivenöl.
Heute wird die gesunde Wirkung der Mittelmeerkost in einer neuen Studie bestätigt, die im „New England Journal of Medicine” veröffentlicht wurde.
Unter über 22000 anscheinend gesunden Erwachsenen aus Griechenland, entdeckten Forscher, dass die Beibehaltung der traditionellen Mittelmeerkost, mit einer längeren Lebenserwartung und einer geringeren Rate der Herzkranzerkrankungen oder Krebserkrankungen verbunden ist.

Aber wie ist das möglich –sind es die Oliven?

Olivenöl steht derzeit im Mittelpunkt von Presseveröffentlichungen und dies verdientermaßen. Es enthält über 30 phenolische Substanzen, vornehmlich Hydroxytyrosol. Das ist wichtig, da Hydroxytyrosol das mit das höchste Potential an Antioxidationsenergie hat, das überhaupt gemessen werden konnte – ein ORAC Wert von 27.000, der ungefähr 10mal grösser als bei Vitamin C ist.
ORAC ist die Abkürzung für die Absorptionskapazität von Sauerstoffradikalen, die ein wissenschaftliches Maß der Antioxidationsenergie einer Substanz ist. Aber so reich Olivenöl auch an Polyphenolen ist, der Fruchtsaft der Oliven ist tatsächlich 300-mal reicher. Oliven enthalten 15-20% Öl und mehr als 50% Saft. Wenn Oliven zu Öl gepresst werden, wird der überschüssige Saft normalerweise weggeworfen. Welche Verschwendung! Es ist nicht nur eine ausgezeichnete Quelle der Polyphenole der Olive, sondern auch von Hydroxytyrosol und dies ohne Kalorien, die normalerweise mit Olivenöl verbunden sind.
Besser als Olivenblatt-Extrakt!
Olivenblatt-Extrakte gehören zu den bestverkauften Kräuterergänzungen. Viele werden zu Oleuropein standardisiert, das ein natürlicher Vorläufer für Hydroxytyrosol ist. Aber wegen der großen molekularen Größe des Oleuropeins wird  es möglicherweise nicht so bereitwillig in den  Blutstrom aufgenommen, als die direkte Quelle von Hydroxytyrosol. Aus diesem Grund ist Olivenfrucht-Extrakt mit seiner höheren Hydroxytyrosol- Kraft, eine gute Empfehlung für eine fettarme mediterrane Ernährung oder als Nahrungsergänzung.

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