Bor – nützlich bei Osteoporose und Prostatabeschwerden ?

8. September 2011
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Bor – nützlich bei Osteoporose und Prostatabeschwerden ?
Boron stellt eine nach neuesten wissenschaftlichen Studien wirkungsvolle Prävention bei hormongesteuerten Krankheitsgeschehen bei Männern und Frauen dar. Bei Prostatabeschwerden beim Mann können durch regelmäßige Gaben von 3 mg Bor täglich wirksame Schutzmechanismen aufgebaut werden.
Aktuelle wissenschaftliche Studien aus den USA deuten darauf hin, dass bei regelmäßigem Verzehr von Bor erhöhte PSA-Werte signifikant gesenkt werden können.

Was sagt der PSA-Wert aus ?
PSA (Prostata-spezifisches-Antigen) ist ein körpereigener Eiweißstoff, den die Prostata (Vorsteherdrüse des Mannes) produziert. Der Nachweis eines erhöhten PSA-Wertes im Blut gilt heute in der Früherkennung als der empfindlichste Marker, jedoch nicht als Nachweis, eines Prostatakarzinoms. Bei bestehendem Prostatakrebs wird der PSA-Wert regelmäßig kontrolliert um das Krebswachstum zu beobachten und den Erfolg einer Therapie zu messen. Der PSA-Wert kann jedoch auch bei gutartiger Prostatavergrößerung und bei entzündlichen Veränderungen der Prostata erhöht sein.

Eigenschaften des Bors:
Bor ist ein essentielles Spurenelement, das hauptsächlich in Pflanzen vorkommt. Neuere Forschungen unterstützen die Annahme, dass der Verzehr borhaltiger Nahrungsergänzungen die Gesundheit von Knochen und Gelenken erhalten bzw. fördern kann. Bor scheint eine östrogenähnliche Wirkung zu haben und kann helfen, der Entwicklung altersbedingter Osteoporose entgegen zu wirken. Der genaue Wirkungsmechanismus des Bors ist noch nicht bekannt.

Es gibt zur Zeit zwei Hypothesen zur Wirkungsweise des Bors:
1. Die erste besagt, dass Bor eine Rolle in der Regulierung des Hormonstoffwechsels der Zellen spielt. Es fördert den Transport und die Verfügbarkeit des Calciums im Blut.
2. Eine zweite Hypothese besagt, dass Bor als Katalysator bei einigen Enzymreaktionen dient. Bor soll auch eine wichtige Rolle im Stoffwechsel der weiße Blutkörperchen im Kampf gegen Krankheitserreger spielen. In diesem Fall nimmt Bor die Rolle eines bisher unbekannten Antioxidants an und verhindert Zellschäden, die auftreten können, wenn freie Radikale mit dem umgebenden Gewebe reagieren.

Anwendungen:
Mehr als 100 Million Menschen sind weltweit von Osteoporose betroffen. Meistens sind Frauen in den Wechseljahren betroffen, jedoch leiden auch einige ältere Männern darunter.
Nach neuesten Forschungsberichten liegt der mögliche therapeutische Wert des Bors in der Vorbeugung der Gesundheit von Knochen und Gelenken.
In einer Studie mit 12 Frauen in den Wechseljahren konnte während einer Bor-Mangelphase ein erhöhter Verlust sowohl an Calcium als auch an Magnesium festgestellt werden. Anschließend erhielten sie 48 Tage lang 3 mg Bor täglich. Die Ausscheidung von Calcium und Magnesium über den Urin wurde erheblich vermindert. Gleichzeitig konnten geringfügig erhöhte Testosteron-Spiegel gemessen werden.
Achtung: Die Studien haben nicht den Anspruch gestützt, dass die regelmäßige Einnahme von Bor den Muskelaufbau bei männlichen Bodybuildern fördern kann bzw. den Testosteron-spiegel bei männlichen Sportlern erhöht. Die leicht erhöhten Testosteronspiegel wurden nur bei den Frauen in der Menopause festgestellt!

Die Ergebnisse dieser Studie legen die regelmäßige und ausreichende Ergänzung des Bors zur Nahrung nahe. Liegt außerdem eine ausreichende Konzentration an Magnesium vor, so kann der Calciumverlust und die Knochendemineralisation der Frauen während der Menopause möglicherweise verhindert werden.
In einer Folgestudie mit Bor als Nahrungsergänzung mit Frauen in der Menopause wurden die Blutwerte von 25-Hydroxycholecalciferol, ein Stoffwechselprodukt von Vitamin D, gemessen. Auch diese Werte waren signifikant erhöht.
Weiter gibt es epidemiologische Beobachtungen, die darauf hinweisen, dass Bor die Symptome von Osteoarthritis vermindern könnte.
In einer klinischen doppel-blinden, Placebo-kontrollierten Studie mit 20 Patienten mit radiographisch bestätigter Osteoarthritis konnte gezeigt werden, dass die Zufuhr von Bor bei 50% der Teilnehmer zu einer signifikanten Verbesserung der Osteoarthritis führte.
Auch gibt es Beweise dafür, dass Bor die Gehirnfunktion verbessern kann. Die Gehirnfunktion wurde bei älteren Menschen über Elektroenzephalogramme gemessen. Die Teilnehmer der Studie zeigten signifikant weniger Schläfrigkeit und eine verbesserte Wachsamkeit des Geistes. Auch waren psychomotorische Fähigkeiten sowie Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen deutlich verbessert.

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